
Persönliche Eindrücke von der Präsentation am 06. November
2007
Etwa 30 interessierte Frauen und Männer
kamen pünktlich um 09.00 Uhr auf den Bilster Berg
und bekamen von Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff und
dem Projektentwickler Herr von Glasenapp einen kurzen Überblick über
die Aktivitäten des Tages.
Von der Firma Rosier fuhren 10 verschiedene
Mercedes über die Teststrecke und simulierten so einen "normalen"
Betriebstag auf dem Bilster Berg. Die Autos von der A- bis zur
E-Klasse waren normale Strassenautos. Schon nach wenigen Runden
war der Geruch der stark beanspruchten Bremsen zu spüren.
Die Besucher vergruben ihre Hände tief in die Taschen, denn
es wehte ein starker Wind aus Nordost. Gute Voraussetzungen,
denn der Wind trug die Geräusche fast direkt auf Pömbsen
zu.
Ab ca. 09.30 Uhr wurden verschiedene Messungen
in den Ortschaften Merlsheim, Himmighausen, Oeynhausen, Himmighausen,
Nieheim, Pömbsen, Bad Hermannsborn und Schönenberg durchgeführt.
An keinem der Orte konnte von den Fahrgeräuschen etwas vernommen
werden - ausser in Pömbsen:
An der Bergdorfhalle war, nachdem alle Teilnehmer aufgefordert wurden
ruhig zu sein, ein leichtes Rauschen zu hören. Deutlich lauter waren
allerdings die Fahrgeräusche der Autos die auf der Nieheimer Strasse
fuhren. Auf ein Kommando mussten alle Fahrer die Hupen der Autos
betätigen. Auch dann musste man sich sehr anstrengen um etwas zu
hören. Durch das Hupen wurde auf der Strecke ein Lärmpegel von 144db
erzeugt. Das entpricht dem maximalen Lärmpegel bei einer Sonderveranstaltung.
Gemessen wurden an der Bergdorfhalle 43db (siehe auch Tabelle unten). Dr.
Edelbert Schaffert zeigte sich beeindruckt, dass trotz der ungünstigen
Windbedingungen lediglich 43db gemessen wurden.
FAZIT: Nach meiner Bewertung werden wir in
Pömbsen an den "normalen" Betriebstagen kaum Fahrgeräusche vom
Bilster Berg hören. Geräusche werden aber von den Menschen unterschiedlich
wahrgenommen. Was für den einen ein normales Geräusch ist, ist
für den anderen schon Lärm. Sicher werden wir in Pömbsen ab und
an merken, dass auf dem Bilster Berg etwas passiert. An Sonderbetriebstagen
(ca. 10% der Nutzung) ist bei einer ungünstigen Witterung wie
gestern mal das ein oder andere Auto zu hören. Allerdings wird
dies nicht lauter sein wie ein Auto was in hundert Meter Entfernung
vorbeifährt.
Einen weiteren Aspekt möchte ich hier noch erwähnen:
Dr. med. Ottmar Leidner stellte die Nutzung der Strecke auch
für den medezinischen Bereich heraus. Unfallopfer oder auch
Rehabilitanden, die nach einer Krankheit mit körperlichen
Einschränkungen leben, könnten auf der Strecke ihre Fahrfähigkeit
trainieren. Graf Oeynhausen erklärte, dass dieser Personenkreis
in der Klink Bad Hermannsborn behandelt werden kann. So könnten
indirekt Arbeitsplätze in Bad Hermannsborn entstehen oder aber
erhalten werden.
Wie geht es nun weiter?
Wenn alle Genehmigungen bis Mitte 2008 erteilt sind
können die Ausschreibungen beginnen und eventuell im Herbst 2008
der Baubeginn des 1. Bauabschnitts beginnen. Mit einem Betrieb
der Strecke ist dann in 2009 zu rechnen.
Gerne können Sie mir
Ihre Eindrücke von der Präsentation mitteilen.
Friedhelm Möller
Die Gesamtstrecke hat
4,3 km Länge. Die
minimale Streckenbreite
von 12 m erlaubt
bei hohen
Sicherheitsstandards
eine Parallelnutzung
durch 45 Fahrzeuge.
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| Rechts eine Tabelle verschiedener Geräusche und der Zuordung zum Schallpegel (dB).
Die Dezibelskala ist eine logarithmische Skala.
Jede Zunahme um 10 Dezibel bedeutet eine Verzehnfachung der Schallstärke.
Die Erhöhung eines Schallpegels um 10 dB (A) – also eine Verzehnfachung der Schallintensität – wird subjektiv nur als eine Verdoppelung der Lautstärke wahrgenommen.
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