Das Bültekreuz (Pömbsen von A bis Z von Paster Norbert Thiele)
In der "Agende für Pömbsen und Filialen" aus der Hand von Pfarrer Kreilos im Jahre 1932 (in Pömbsen von 1928-1935) wird das Bültekreuz "Schönbergerkreuz" genannt. Bültekreuz heißt es nach der dortigen Flurbezeichnung "auf der Bülte".
Als Schönbergerkreuz könnte es bekannt geworden sein bezüglich des Standpunktes am alten Pömbser Kirchweg für die Schönberger oder nach der Heimat der Stifter des Kreuzes, einer Schönenberger Familie (Niggemann-Helms).
Zum Bültekreuz führt der letzte der drei Bittprozessionen vor Christi Himmelfahrt. Neben dem Kreuz läd eine Bank zum Verweilen ein. Für den Platz trifft die Schilderungen aus den Lebenserinnerungen Wibbelt im "Versunkenen Garten" zu.
"Man hat die passenden Plätze so feinsinnig ausgewählt und ausgenutzt, daß man diese Kreuze einen besonderen Schmuck der Heimat bilden. Man fragt sich oft unwillkürlich, ob es ein glücklicher Zufall war oder ob die Alten so viel instinktiven Schönheitssinn hatten..."
Bültekreuz nach 55 Jahren erneuert
Das morsche schlichte eichene Kreuz in der Bülte (Flurbezeichnung der Feldmark zwischen Pömbsen und Schönenberg) ist vom amtierenden Pömbsener Schützenkönig Lothar Henneke erneuert worden.
Bei einem Streifzug durch die Feldmark entdeckte er das windschiefe Kreuz und entschloss sich es zu erneuern. Damit das neue Kreuz vielleicht noch länger als das bisherige dem rauen Wind auf dem Berg am alten Kirchweg von Schönenberg standhält ist das Eichenholz mit Metallbeschlägen und einem Metallsockel verstärkt und steht auf einem festen Fundament.
Seinen Entschluss hat Lothar Henneke zwar nicht bereut, aber die steinige Bodenbeschaffenheit hat ihm die Arbeit nicht gerade einfach gemacht. Er musste sogar mit großem Gerät ans Werk gehen, um die Grube für das Fundament zu graben. Dafür stellte ihm Bernhard Pelizäus die Maschinen zur Verfügung. Auch die Beschaffung des geeigneten Balkens war schwerer als gedacht. Die Metallbeschläge fertigte sein Bruder Egon Henneke.
Die restlichen Arbeiten machte er aber selber. Dem Kreuz zur Seite stehen zwei Buchsbäume die ihm sein Freund Günter Hanneke stiftete. Die Weihe des Kreuzes wurde am 21. September 2007 von Pastor Janusz Kudyba vorgenommen.
Im Jahr 1952 ist das bisherige Kreuz schon einmal erneuert worden und am 21. Mai desselben Jahres während der Flurprozession auch geweiht worden. Schon im Jahr 1932 spricht Pfarrer Kreilos in seiner Agende für Pömbsen und Filialen von dem Schönenberger Kreuz, das von der Familie Helms (Niggemann- Helms) aus Schönenberg gestiftet wurde. Der dichtende Pfarrer i. R. Dr. Augustin Wibbelt widmete dem Dorf Pömbsen während seiner Erholungsreisen insgesamt 28 Gedichte. Er schrieb über das Bültekreuz: „Das eichene Kreuz selbst ist schmucklos. Doch kenne ich keinen schöneren Blick auf die 300- jährige Pömbser Pfarrkirche mit den vorgelagerten westlichen Häusern des Oberdorfes. Das Kreuz am Wege gibt den rechten Rahmen dazu.“
Foto: Lothar Henneke erneuerte das Bültekreuz am ehemaligen Schönenberger Kirchweg.
Weihe des Schönenberger Kreuzes in der Bülte (21.09.2007)