Die Legende vom Heiligenteich
Die Legende vom Heiligenteich wurde von Dr. Christoph Völker 1935 eindrücklich niedergeschrieben.
Sie beruht auf eine im Volksmund von Generation zu Generation weiter gegebene Geschichte.
Der Teich diente dem Dorf als Waschteich und wurde regelmäßig von den Frauen besucht. Es gibt auch Stimmen, die die Legende vom Heiligen Teich mit dem Ursprung der Pömbser Kreuztracht in Verbindung bringen.
Heute ist der Teich befestigt und mit einem Geländer versehen.
Die Legende vom Heiligenteich (Dr. Christoph Völker , 1935)
Einst sah eine Frau aus Pömbsen über dem Heiligenteich am
Rande des Dorfes ein Kreuz schweben. Vergebens versuchte
sie, es zu ergreifen. Es entfernte sich, sooft sie die Hände danach ausstreckte.
Das seltsame Schauspiel lockte andere Leute aus dem Dorf herbei. Aber niemand vermochte, sich des Kreuzes zu bemächtigen.
Da machte man dem Pfarrer Mitteilung. Er kam an den Teich in priesterlichem Ornat; ihm zur Seite Meßdiener mit Kerzen und Weihrauch. Jetzt senkte sich das Kreuz hernieder.
Der Priester trug es inmitten des singenden und betenden Volkes in feierlicher Prozession zur Kirche. Pilger kamen von nah und fern, um vor ihm ihre Andacht zu verrichten. Auch Wunder geschahen.
Gedicht von Augustin Wibbelt:
Unweit der Kirche liegt ein kleiner Teich
Am Hang, ein grünumsäumter Spiegelrung.
Das Wasser ist so hell wie Bergkristall,
Es ist den Kranken Augen mild und weich,
Durchsichtig wie die Luft bis auf den Grund,
Ganz still und ruhig, ohne Well' und Schwall....

(Foto: Fred Behrens)
|