Jahr 875 Jahr 968 Jahr 1015 Jahr 1231 Jahr 1243 Jahr 1299 Jahr 1655/1656 Jahr 1656 Jahr 1658 Jahr 1676 Jahr 1678 Jahr 1687 Jahr 1719 Jahr 1748 Jahr 1754   Jahr 1800 Jahr 1802 Jahr 1805 Jahr 1832 Jahr 1836 Jahr 1863 Jahr 1870 Jahr 1884 bis 1886 Jahr 1891 Jahr 1897 Jahr 1900 – 1902 Jahr 1913 Jahr 1925 Jahr 1928 Jahr 1934 Jahr 1935 Jahr 1941 Jahr 1942 Jahr 1950 Jahr 191 Jahr 1962 Jahr 1964 Jahr 1970 Jahr 1976 Jahr 1977 Jahr 1982 Jahr 1983 Jahr 1989 Jahr 1990  
Man schrieb das Jahr des Herrn 875. Kaiser Karl der Große ruhte bereits 61 Jahre in seiner Gruft zu Aachen. In Paderborn, wo er 799 mit dem Haupt der Christenheit Papst Leo III. zusammengetroffen war, residierte als 2. Nachfolger des hl. Hathumuar der selige Bischof Liuthard (862-887). Damals könnte die Pfarrei Pömbsen von ihm als Bistumspfarrei errichte worden sein (siehe Dr. H. Kindl). Als Muttergemeinde gilt St. Marien Steinheim, von der Pömbsen das dortige Marienpatrozinium übernahm.
Leider ist das Gründungsjahr der Pfarrei auch nicht bekannt.
Ein farbiges Kirchenfenster in Pömbsen erinnert an die hl. Königin Mathilde. Die Krone und ein Vogel auf ihrer Schulter weisen sie als Gemahlin König Heinrich I. aus.

Über Pömbsen erfahren wir erstmals etwas aus der Lebensbeschreibung des seligen Bischof Meinwerk, den das Erzbistum Paderborn als seinen zweiten Gründer verehrt und betrachtet.

1015 nennt der Biograph Meinwerks die Kirche "in oppido pumissun" in Zusammenhang mit der Stifung des Priesters Wuld´fdag.
Im Zusammenhang mit dem Ortsnamen "pumissun" vermutet Dr. Josef Gotthards, daß hier der Stamm- und Wohnsitz eines gewissen sächischen Germanen war, der "Pumi" hieß, d. h. 'Herrscher', der 'Reichbegüterte'.
Wie man die Bezeichnung 'oppidum' für Pömbsen uach deuten mag, es ist anzunehmen, das Pömbsen vom 11. Jahrhundert an "bereits eine Stadt", d.h. ein befestigter Platz gewsen ist.

Pömbsen wird dem Archidiakonat mit Sitz in Steinheim zugewiesen.. Bischof Bernhard IV. hat Nieheim die Stadtrechte verliehen. Bei der ersten Nennung wird Pömbsen 'oppidum' genannt. Ob nun Pömbsen oder Nieheim als Pfarrei älter ist, beschäftigt heute nun noch die Geschichtsschreiber. Abtrennung der Kirchgemeinde Nieheim von der Muttergemeinde Pömbsen.
Bei Pömbsen verblieben die Ortschaften:
Merlehusen, Reylissen, Bovenhusen, Baddenhusen, Edermissen, Bedenbüren, Schönenberge, Piddenhusen, Lohof, Sachsen, Belinctrop und Emmerke.
30 Jahre waren die mörderischen Scharen hin und her druch das Reich gezogen. 1646 wurde Pömbsen durch die die Schweden total verwüste.
Endlich war der Friede, den man nach unserer Heimat den "Westfälischen Frieden" nennt, zu Münster und Osnabrück geschlossen worden ist.
Im bischöflichen Visitationsprotokoll wird berichtet, das in Pömbsen verehrte heilge Kreuz sei zuerst von einer Frau aufgefunden worden.

Ende 1947 wurde die 'Richterglocke' an der Kirchenmauer beim Kirchturm in Pömbsen auf einen Zementsockel gesetzt.
Sie trägt die Inschrift:
................
Die Glocke bekam in der zweiten Hälfte des Jahres 1944 einen Querriss.

Am 06. Oktober 1944 schrieb Paul Kraskow das Gedicht: Die Glocken von Pömbsen

Schützenbruderschaft

 

[Mehr über Schützenbruderschaft]

Fertigstellung des Chorraumes der heutige Kirche

 

[Mehr über die Kirche]

Im Jahr Anno 1687 wurde die Kluskappele errichtet. Sinnfällige Ausdrucksformen glaubensstarker Gottverbundenheit und tiefinnerlicher Verehrung der lieben Heiligen sind durch die zahlreichen Kreuzbilder im Dorf gepregt. Zu diesen stillen Heiligtümern zähl auch die Kluskapelle zu Pömbsen.
Im gleichen Jahr wurde das einschiffige dreijochige Langhaus der heutige Pfarrkirche errichtet.
Erbauung des Westturms Über den Kreuzweg von der Markuslinde bis zur Kapelle auf dem Klusberg schreibt Dr. Christoph Völker: „ Im 18. Jahrhundert hat ein privater Stifter, wahrscheinlich aus der adeligen Familie in Pömbsen in Jahre 1748, Kreuzwegstationen den Berg hinauf aufstellen lassen. Die Inschrifttafel mit der Widmung – leider sind darauf der Name des Stifters und die Jahreszahl wegen Verwitterung nicht mehr sichtbar zu entziffern – ist in der Gartenmauer auf der Südseite vom Pfarrhaus zu sehen. Die Verehrung des hl. Kreuzes in Pömbsen steht in keinem nachweisbaren Zusammenhang mit der Kreuztracht am Karfreitag. Sie ist für Pömbsen nach Dr. Völker erstmals für 1754/55 bezeugt und musste sich anfangs gegen den Willen `Paderborns` durchsetzen und auch Ende des 18. Jahrhunderts gegenüber dem Bischof behaupten. Während die Passionsspiele unterblieben, ist die Kreuztracht am Karfreitag bis heute Anziehungspunkt für Gläubige aus Nah und Fern.   Der Gemeinde Pömbsen wird hierdurch beurkundet, daß im Jahre nach der Menschwerdung des Herrn 1800 den 9ten November als erster sich der gegenwärtigen Chronik eignende Störfall, sich ein großer Windsturm erhoben habe, welcher mehrere und bis sechs Wohnhäuser zerrüttete, und bis auf die unterste Etage zu Boden stürzte. Die Einwohner litten und verloren viele Obstbäume, demnach solche dem Winde ausgesetzt gefährlich standen oder nicht. Die Wälder welche auf Anhöhen dem Winde zu lagen, verlohren ebenfalls viele Bäume, wie es nämlich im Mehberge oben der Reelser Laake geschehen war.
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In eben diesem Zeitraum den 22. April 1802 Abends um halb 10 Uhr erhob sich ein schrecklicher Brand in der Gemeinde, welcher bei einer grossen Dürre und großer Wassernot sich in Zeit von 3 Stunden also ausgebreitet hatte, daß 60 Wohnungen 10 Nebenhäuser in Asche gelegt waren.
Hierunter waren aber das Pastorat Haus, die Schule undder v. Vogelische Hof begriffen. Dieser unglückliche Brand, welcher auf dem Mayerhofe durch Verfall und zu nahe ander Brandmauer gestandenen Ständers in der Küche angegangen was, hat es verursacht, daß viele und die meisten Einwohner
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Es kam eine große Teuerung

Bedeutende Änderungen waren vor sich gegangen. Die Säkularisation hatte weder vor dem Fürstbistum Paderborn (1802) noch vor der Aufhebung der Abtei Marienmünster (31. März 1803) Halt gemacht. Der letzte Abt, Benedikt II. Braun (1785 – 1803) fand Aufnahme in Willebadessen und starb dort am 22. September 1805. Aber das Bistum Paderborn ging nicht unter. Es wuchs sogar. Bei der Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse in den preußischen Gebieten, zu denen Paderborn nun gehörte, wurde es sogar bedeutend vergrößert. Wieder einmal waren die Dekanate neu zu gliedern. Pömbsen kam mit zwölf weiteren Pfarreien zum 1832 gebildeten Dekanat Steinheim. Mit dem Tod des Benediktinerpaters Gerard Löddige erlosch die 512-jährige benediktinische Tradition in Pömbsen. Er war als Pfarrer in Pömbsen geblieben, nachdem die Abtei Marienmünster bereits 1803 aufgehoben worden war. Friedrich Wilhelm Weber hat dem Pastor das Gedicht „ Der Handschuh“ gewidmet. Im Zusammenhang mit dem Gedicht hat Pfarrer Wilhelm Diek notiert: „ Der in diesem Gedicht gefeierte Pastor Pömbsens schreibt seinen Namen stets `Gerard Loedige` in den Tauf-, Trauungs- und Beerdigungsregistern. Geboren zu Steinheim, Kreis Höxter, am 4. Oktober 1754, trat er in den Benediktiner- Orden, Marienmünster, legte Profess ab am 29. Juni 1772 und wurde am 29. Mai 1779 als Priester für die Seelsorge nach Neuhaus gesandt. Von dort wurde er von dem damaligen Abt `Benedictus` in Marienmünster, dem die Pfarreien Pömbsen, Altenhagen, Nieheim, Vörden, Bredenborn und Steinheim unterstanden, als Pastor nach Pömbsen gesendet am 19. Juli 1785 und diese Stelle hat er verwaltet bis zu seinem Tode am 18.2.1836, alt 81 Jahre, 4 Monate, 14 Tage, also während 50 Jahre und rund 7 Monate. Am 17. März 1863 tritt Eduard Krömke die Kaplansstelle in Pömbsen an. Er war als Sohn eines Büchsenmachers in Bruchhausen, Kreis Höxter, am 3. November 1826 geboren und am 18. April 1849 in Paderborn zum Priester geweiht worden. Er war Doktor der Philosophie und als Kaplan in Dortmund, Pfarrer in Hemer, Vikar und Gymnasiallehrer in Warburg und Kaplan in Herstelle tätig gewesen. Pömbsen verdankt ihm die grundlegende Arbeit „ Das Pfarrdorf Pömbsen und seine Filialen“, das er in der `Westfälischen Zeitschrift` veröffentlicht hat (32, 117 – 46), ebenso wie die Arbeit über die Stadt Nieheim(31, 1 – 93). Dr. E. Kömke ist am 9. Juni 1873 in dem Bergdorf Pömbsen verstorben. Wilhelm Anton Wernze trat die Pfarrstelle in Pömbsen am 20. August 1870 an. Er war am 1. September 1830 in Geseke als Sohn eines Ackermanns geboren und am 22. März 1855 in Paderborn zum Priester geweiht worden. Am 1. Juli 1891 veränderte er seine Stellung und ließ sich als Pfarrer in Wormeln einführen, wo er auch 20. September 1902 verstorben ist. Pfarrer Wernze verfasste den Text für die Pömbser Kreuztracht, der seit 1886 unverändert in Gebrauch ist. Die um 1850 noch wenigen Juden in Pömbsen kamen zum Gottesdienst bei Isaak Rose zusammen, der sogar in seinem Haus im Keller eine Mikwa unterhielt. Offensichtlich war Rose ein wohlhabender Kaufmann, denn er schenkte um 1880 der Gemeinde einen Bauplatz, auf dem 1884/85 eine Synagoge gebaut wurde. Zu dieser Zeit lebten in Pömbsen rund 40 Juden. Die Synagoge, ein aus dem Rahmen der übrigen Synagogenbauten fallender, achteckiger Bau aus Backsteinen, war für die ländliche Gegend ein stolzer Prachtbau. Mit seinem Kuppeldach ragte er über die übrigen Häuser. Das Gotteshaus umfasste 40 Männer- und 30 Frauensitzplätze, die auf einer Holzempore mit Holzsäulen untergebracht waren. Der kunstvoll gearbeitete Thoraschrein war aus Holz gefertigt. Mehrere der Synagogenfenster waren in Buntglas und Blei gefasst. Am 11. Juli 1936 hatte die jüdische Gemeinde noch den 50jährigen Weihetag ihrer Synagoge gefeiert. Wilhelm Diek kam am 31. August 1891 als Pfarrverweser nach Pömbsen. Der Sohn eines Ackerwirts aus Holtum bei Büderich, Werl, war am 2. Januar 1846 geboren und am 14. August 1872 in Paderborn zum Priester geweiht worden. Als Vikar hatte er seitdem in der Diaspora in Großottersleben gewirkt. Am 29. April 1892 wurde er als Pfarrer in Pömbsen eingeführt und wirkte dort bis zum 1. April 1922 lange und segensreich. Auf Anregung von Pfarrer Wilhelm Diek ist am 24. Oktober 1897 in der Gründungsversammlung um 3 Uhr nachmittags in der Schule „ für dir Pfarrei Pömbsen mit den Ortschaften Pömbsen, Alhausen, Reelsen, Schönenberg, Merlsheim, Erwitzen, die Errichtung einer Spar- und Darlehnskasse mit dem Sitz der Rendantur im Pfarrorte Pömbsen, seitens der vielen Einwohner seit langer Zeit gewünscht“, beschlossen worden. In einem Schreiben vom 23. November 1897 bittet Pfr. Diek den Amtsrichter Horstmann, Nieheim, „würden Sie vielleicht die Güte haben, die amtsgerichtlichte Genehmigung des Vereins recht bald besorgen?“ Der älteste Beleg über die Bestrebung für den Kirchenbau in Erwitzen im Pömbsen´er Pfarrarchiv stammt vom 10. Mai 1880. Im Pfarrarchiv befinden sich auch noch die Bauzeichnungen, die F. Schäfer, Nieheim, am 20. Dezember 1900 unterzeichnet hat. Über den Kirchbau unterrichtet an Hand aller sich im Pfarrarchiv befindenden Unterlagen die vierzig Seiten umfassende Schrift „ Epilog Transitus Prolog, Blätter zur Kirchengeschichte der Ortschaften Emde Erwitzen Schönenberg...“ von Pfarrer Norbert Thiele, Pömbsen, 1982. Dr. phil. Josef Gotthard gelangte am 19. August 1913 als Kaplan nach Pömbsen. Er hatte als Sohn eines Landwirts in Oberrod, Kreis Westerburg, das Licht der Welt erblickt und in Montabaur studiert. Nach seiner Priesterweihe am 14. April 1905 war er zunächst in Kaplan in Aplerbeck (1905), Kooperator in Mengede (1906), Religionslehrer in Herne (1908) und Rektoratslehrer in Medebach (1911) gewesen. Am 26. April 1922 wurde er in Pömbsen als Pfarrer eingeführt.
Viel zu früh ist er gestorben, wie man so sagt. Nicht ganz fünf Jahre waren ihm noch als Pfarrer in Pömbsen vergönnt. Am 27. Januar ist er in Göttingen verstorben und in Pömbsen beerdigt worden.

Am 22. Mai eröffnet die BARMER ERSATZKASSE im Pömbser Ortsteil Hermannsborn das neue BAD HERMANNSBORN. Das Kaufangebot erfolgte am 10. Januar 1924, die Grundsteinlegung am 10. Mai 1924, das Richtfest am 25. September 1924. Für die Festschrift zur Eröffnung des Kurbades schreibt Dr. Josef Gotthardt, Pfarrer in Pömbsen, den Beitrag: „Bad Hermannsborn in Geschichte und Sage“. Im Krieg hat Pfr. August Sommer wiederholt Gottesdienst im Kurbad gefeiert.

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Nur sieben Jahre waren Heinrich Kreilos aus Vörden, Dekanat Steinheim, als Pfarrer in Pömbsen vergönnt. Er war am 21. März 1878 geboren und am 14. März 1913 in Paderborn zum Priester geweiht worden. Vor seiner Einführung am 19. Mai 1928 in Pömbsen war als Pfarrvikar in Kleinbrunnen (1913), Kaplan in St. Michael- Hagen (1914) und Vikar in Iserlohn (1923) gewesen. Seinem Freund, dem Paderborner Domkapitular Dr. theol Christoph Völker, verdanken wir die beiden Arbeiten über die Kirche und die Kreuztracht in Pömbsen. An den Pastor aber erinnern die anfangs der 30er Jahre entstandenen Heiligen- Fenster in der Pfarrkirche. Pfarrer Kreilos starb am 23. Juni 1935 und wurde an seinem Lieblingsplatz beigesetzt, mitten auf dem stimmungsvollen Pömbsener Kirchhof.
Gründung der Löschgruppe Pömbsen Als Pfarrer Johannes Meyer aus Oberntudorf in Pömbsen Pfarrer wurde (9.August 1935) waren er bereits fünfzig Jahre alt. Nicht ganz sechs Jahre ist er in Pömbsen tätig gewesen, zeitweise zusammen mit seinem Bruder, einem Jesuitenpater. Pfarrer Meyer war am 12. August 1910 in Paderborn zum Priester geweiht worden. Er starb am 14. April 1941 in Paderborn und fand sein Grab in der Heimat Oberntudorf. Nachdem Dr. phil Josef Gotthard (1922 – 1927), Friedrich Müller (1927 – 1928), Heinrich Kreilos (1928 – 1935) und Johannes Meyer (1935 – 1941) zusammen nur einundzwanzig Jahre als Pfarrer in Pömbsen tätig gewesen sind, will August Sommer durchaus nicht als Pfarrer nach Pömbsen.
Aber August Sommer hat sich doch einführen lassen und trotz seiner Reisefreudigkeit fast neun Jahre in Pömbsen durchgehalten.
Es ist auch nicht übertrieben, zu behaupten Pömbsen verdanke Pfarrer Sommer die unblutige Übergabe der Ortschaft an die Alliierten Truppen in den Ostertagen 1945. Tapfer ist er mit der weißen Fahne über die „Lehmkuhle“ geschritten, die ihm zu Ehren später „August Sommer Straße“ genannt worden ist. 1950 trat er in den Ruhestand. Am 31. Mai, verließ er die Gemeinde, in der fast neun Jahre mit Freunden gewirkt hatte endgültig nach der letzten Maiandacht hinter der Gesellenfahne, mit dem Begleitlied der Mütter: Harre, meine Seele!
In de Pfarrchronik lesen wir:
Der Herbst brachte noch ein interessantes Erlebnis. Der Dombaumeister Matern Paderborn hielt sich zwei Wochen in der Gemeinde auf, um „den Herbst zu malen“. Solange die kurzen Tage gutes Licht boten, weilte er irgendwo im Walde mit seiner Staffelei „abkonterfeite“ die Wälder, die Talgründe, einzelne große Bäume und Baumgruppen, das Forsthaus Kirchgrund, die Fischteiche bei Bonhausen, und zum Schlusse auch Dorf und Kirche Pömbsen. Mit 13 Gemälden zog er wieder heim. Aus Erfahrung wisse er, wie er sagte, dass diese Gemälde nun immer wieder gewünscht würden. Darum behalte er die Originale zu Hause und müsse dort, mit kleinen Nuancen, dann eben so oft als bestellt abmalen. Nicht nur in Pömbsen und Umgebung, sondern auch auswärts wurden die Gemälde gekauft.
Am 1. Juni 1950 ist Pfarrer Wilhelm Finkeldey als Pfarrer in Pömbsen eingeführt worden. Pfarrer Finkeldey war ein sehr frommer Priester und besonderer Verehrer der Muttergottes. Am 8. Januar 1970 trat er in den Ruhestand und betreute zunächst Maria Friedensthal, Bad Pyrmont. Pfarrer Wilhelm Finkeldey war am 28. August 1903 in Blankenstein an der Ruhr geboren und am 5. April 1930 in Paderborn zum Priester geweiht worden. So konnte er am 5. April 1995 das seltene 65- jährige Priesterjubiläum begehen. In Aachen ist er dann am 23. Oktober 1995 gestorben und am Samstag darauf auch dort beerdigt worden.

Pfarrer Wilhelm Finkeldey war gerade ein halbes Jahr in Pömbsen , als er in der Pfarrchronik notierte: „Am 17.01. stand folgender Artikel in der Westfalen- Zeitung :’Nicht nach Pömbsen’. Die Reelser gehören schon 1000 Jahre nach Pömbsen“. Kirchengemeinde Reelsen will selbstständig sein! Die Reelser Kirche und das Grundstück wurden in das Grundbuch der Pfarrei Pömbsen eingetragen. Noch heute ist der alte Kirchplatz Eigentum der Pömbser Kirchengemeinde. Nach vielen Diskussionen wurde beschlossen, dass die politische Kirchengemeinde Reelsen aufgelöst und eine eigene katholische Kirchengemeinde gegründet wurde. Eine Eintragung in der Pfarrchronik lautet: „Am 30.VII. schließt die Kirchengemeinde Pömbsen einen notariellen Vertrag mit der politischen Gemeinde. Die Kirchengemeinde kauft die alte Schule und gibt dafür die Vikarie und zahlt 32.500 DM „Der Erwerb sollte sich im Hinblick auf den Bau eines Pfarrheims (1978 – 1983) als besonders glücklich erweisen.
Am 30.VIII. Weihe der neuen Pömbser Schule.

Aus der Pfarrchronik erfahren wir:

17.IV.: Der Mauerweg auf dem Kirchplatz wird geteert.

21.IV.: Bildhauer Brechmann, Paderborn, vollendet die Banneux- Kapelle. Die Madonna wird aufgestellt.

1.V.: Einweihung der Banneux- Kapelle durch Dechant Schlüter und Pfarrvikar Stammeier (Alhausen) und Pfarrer Finkeldey.

Pfarrer Thiele bezog das fast fertige Pfarrhaus, für dessen Errichtung das nach dem Brand von 1803 erbaute Haus abgebrochen worden war. Der damals noch Pfarrverweser (heute Pfarrverwalter) genannte Geistliche war am 11. Juni 1925 in Brambauer/Westfalen (heute Lünen ) geboren und am 6. August 1952 in Paderborn zum Priester geweiht worden.
In Pömbsen erhielt er am 3. Mai 1971 den Titel „Pastor“ und wurde am 26. Juli 1976 zum Pfarrer ernannt. Nach fast 26-jähriger dortiger Tätigkeit ist er am 1. November 1995 in den Ruhestand getreten.
Siegel der Pfarrkirche in Pömbsen: „Vor der Silhouette der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt ein Schild. Im Schild über einem grünem Dreiberg, der unten mit einem silbernen Teich belegt ist, in Blau ein schweben des goldenes Kleeblattkreuz.“ Im Schild erinnern das schwebende Kreuz und der ‚Heiligenteich’ an die seit dem Mittelalter bezeugte und bis heute lebendige gebliebene Verehrung des Heiligen Kreuzes in Pömbsen.
Seit dem 1. Januar 1970 gehört die Ortschaft Pömbsen zur Badestadt Bad Driburg.
Die Dekanatseinteilung von 1832 hatte bis 1977 Bestand. Dann sollte in den sieben Regionen die Arbeit gestrafft und die Verwaltungsarbeit vereinfacht werden. In der Seelsorgeregion „Hochstift Paderborn“ wurden u.a. die Dekanate Steinheim und Brakel zusammen gelegt. Nach einem Beschluss der Würzburger Synode sollten sich die Grenzen der Pfarreien mit denen der Städte und Großgemeinden decken. Für die Pfarrei Pömbsen ergaben sich sechs, mit Bedauern von den jeweils betroffenen aufgenommene, Änderungen:
1. 1. Oktober 1982 wurde der Ortsteil Emde von Pömbsen in die Pfarrei St. Michael und Johannes Baptist, Brakel umgemeindet.
2. 1. Oktober 1982 wurde der Ortsteil Erpentrup/Langeland von der Pfarrei St. Dionysius, Sandebeck, in die Pfarrei Pömbsen umgemeindet.
3. 1. Oktober 1982 wurde der Ortsteil Erwitzen von Pömbsen in die Pfarrei St. Johannes Baptist, Holzhausen, umgemeindet.
4. 1. Oktober 1982 wurde der Ortsteil Schönenberg von Pömbsen in die Filialgemeinde St. Luzia, Merlsheim, umgemeindet.
5. 1. Februar 1984 wurde die Filiale St. Luzia, Merlsheim, von Pömbsen in die Pfarrei St. Nikolaus, Niehiem, umgemeindet.
6. 1. Juni 1984 wurde die Pfarrvikarie mit e.V. St. Vitus, Alhausen, von Pömbsen der Pfarrei St. Peter und Paul, Bad Driburg, zugeordnet.
Am 29. März 1978 fasste der Kirchenvorstand den Beschluss zum Bau eines Pfarrheims. Nach fünf Jahren Planung und Bauarbeiten unter Leitung des Architekten Xaver Massolle, Bad Driburg, konnte das Pfarrheim am 16. April 1940 geweiht werden. Es erhielt den mit dem Namen von Abbe Franz Stock auch dessen Programm als Verpflichtung: „Seid Licht“. Abbe Franz Stock war vom 21. Mai 1940 bis zu seiner erneuten Tätigkeit als Seelsorger für die Deutschen in Paris am 13. August 1940 für den erkrankten Pömbsener Pfarrer Johannes Meyer als Seelsorger tätig.

Auf Wunsch zahlreicher Bürger gab die Stadt Bad Driburg 1989 einen Gedenkstein zur Erinnerung an die 1938 erfolgte Zerstörung der Synagoge on Pömbsen in Auftrag. In einer kurzen Feierstunde übergab Bürgermeister Stellvertreter Happe den Stein am Volkstrauertag- 19. November 1989 der Bevölkerung. Er liegt am ehemaligen Standort der Synagoge, an der Gerhard Löddige Straße bei der alten Schmiede. Auf der Broncetafel mit der achtzeiligen Inschrift befestigt:

Suchet der Stadt bestes
und betet für sie
zum Herrn’ Jeremia 29,7
Dem Gedenken der
Jüdischen Gemeinde
In Pömbsen
deren Synagoge bis
zum Jahre 1938 hier stand.

Bau der Bergdorfhalle