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Einsatzübung unter realen Bedingungen für Katastrophenschutz, Feuerwehr und DRK (Bericht des Westfalen Blatts)
Bad Driburg/ Brakel/ Pömbsen(dzn) Sirenengeheul um 13.30 Uhr. Der Löschzug 3 wird zu einem Entstehungsbrand in Pömbsen gerufen. Mehrere Personen befinden sich im betroffenen Wirtschaftsgebäude Straße Bosenfeld und müssen gerettet werden. Feuerwehrkameraden in den Ortschaften Langeland, Erpentrup, Alhausen, Reelsen und Pömbsen hasten auf schnellstem Weg zu ihren Einsatzfahrzeugen und rasen los. Der Einsatzleitwagen muss aus Bad Driburg anfahren.
Vor Ort wird die Schnelle Eingreiftruppe vom Roten Kreuz zur Versorgung der Verletzten sowie der Katastrophenschutz aus Brakel zur Wasserversorgung nachalarmiert. „Das auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführte Wasser reicht bestenfalls zur Sicherung der Einsatzkräfte, die unter Atemschutz in das Gebäude eindringen müssen, um eingeschlossene Personen zu retten“ erklärt Einsatzleiter Brandinspektor Andreas Spier. Zum Löschen eines Gebäudes sei die Wasserversorgung des Katastrophenschutzes notwendig. Über eine Strecke von 1,5 Kilometern muss das Wasser aus dem Feuerwehrteich in Pömbsen bis zum Einsatzort geleitet werden. Die Wasserversorgungskomponente des Katastrophenschutz Brakel verlegt zwei Leitungen über die Strecke. Insgesamt 3000 Meter Schlauch. Dabei fordern die topografischen Bedingungen in Pömbsen die Einheit besonders heraus. „Der Funkkontakt ist abgebrochen, eine Verständigung ist so unmöglich“ erklärt Zugführer Michael Müller.
Diese Übung unter realen Bedingungen forderte die volle Konzentration der insgesamt 84 Einsatzkräfte. „Das war eine von insgesamt drei Übungen, die der Katastrophenschutz jährlich macht“ erklärte Michael Müller der den Kontakt zum Landwirt Alfons Menne hergestellt hatte. „Wir wollten mal aus dem Stadtgebiet Brakel heraus.“ „Die realistische Unfalldarstellung haben acht Jugendliche des Jugend Rote Kreuz Bad Driburg übernommen“ sagte DRK- Abschnittsleiter Tobias Müller, der mit insgesamt 14 Helfern angetreten war. „Verletzungen wie Verbrennungen, Rauchvergiftungen, Bewusstlosigkeit durch Schädelverletzung, Frakturen, Platzwunden sowie innere Verletzungen mussten versorgt werden.“ Wie schwer es ist sich in verrauchten Gebäuden zu orientieren und vor allem alle vermissten zu finden und zu retten durften die Einsatzkräfte erfahren, die die Verletzten auf zwei Ebenen suchen mussten.
Das Resümee des Einsatzleiters Spier fiel positiv aus. Er bescheinigte den drei unabhängigen Einsatzeinheiten (Katastrophenschutz, Feuerwehr sowie Rote Kreuz) gute Arbeit. Die erkannten Schwachstellen müssten noch behoben werden erklärte er. „Dafür üben wir ja, damit im Ernstfall alles glatt läuft.“ Kaum hat er das gesagt als es plötzlich unruhig wird. DRK- Abschnittsleiter Tobias Müller rennt zum Einsatzwagen. Dirk Gehrke (Führungsassistent der Einsatzleitstelle) steigt zu. Ein Einsatz.

Die drei selbstständigen Einsatzeinheiten ziehen bei der Übung an einem Strang. Die gute Kommunikation zwischen den Löschgruppen und Gruppenführern macht es möglich: Michael Müller (Zugführer der Löschwasserkomponente), Einsatzleiter Brandinspektor Andreas Müller, Sven Mönikes (Langeland Erpentrup), Jürgen Knoche (Reelsen), Wehrführer Andreas Mügge, Karsten Kisker (Einsatzleitwagen) Jürgen Krawinkel (Alhausen) Stefan Altmann sowie Gruppenleiterin Marion Fabian (Jungend Rote Kreuz).
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