Die Fahne der Bruderschaft ist in Weinrot gehalten und trägt auf einer Seite die Aufschrift "Für Glaube, Sitte und Heimat".
Auf der anderen Seite ist der an einen Baum gefesselte und von Pfeilen getroffene Sebastian abgebildet und mit dem Schriftzug St. Sebastianus Schützenbruderschaft Pömbsen, dem Gründungsjahr 1676 und dem Jahr der Anschaffung 1958 eingsrahmt.
Anschaffung der Fahne:
Die Anschaffung ist ein Gebot der Selbsterhaltung der Schützenbruderschaft. Die Kosten für die Anschaffung sind als sehr hoch zubezeichnen. Selbst unter der Voraussetzung, dass Frau Käthe Versen, die Frau des jet zigen Schützenbruders u. Kassierers Versen, die Stickarbeiten macht, verbleibt noch eine Summe von etwa 500,00 DM. Ein Fond für die zukünftige Anschaffung muss angelegt werden. Zunächst sollen die Schützenbrüder für das nächste Halbjahr 1,00 DM Sonderbeitrag zahlen. Einstimmig wurde der Antrag angenommen.
Für die Gestaltung der neuen Fahne wurde ein Ausschuss mit folgenden Schützenbrudern gebildet:
H. Menne, Franz Versen, Leonard Göke, Fritz Tölle, Josef Marks, Anton Mikus und Frau Käthe Versen. Die Entscheidung behält sich der Vorstand vor, um der Generalversammlung den entsprechenden Entwurf vorzulegen. Es wurde beschlossen, eine neue Fahne mit den Omamenten "St. Sebastian Schützenbruderschaft Pömbsen" und "Für Sitte und Heimat" sowie mit dem Gründungs- und Anschaffungsjahr der Fahne anzuschaffen. Die Finanzierung soll wie folgt sichergestellt werden. Die Schützenbrüder verpflichten sich, einen Sonderbeitrag von 2,00 DM zu zahlen. Dagegen waren 2 Stimmen.
Das Schützenfest 1958 und die Fahnenweihe sollen wie üblich zu Pfingsten 1958 gefeiert werden, und zwar am 2. Pfingsttag im Hochamt die kirchliche Fahnenweihe und am Nachmittag im Verlauf des festzuges die öffentliche Weihe und Enthüllung der Fahne.
Zur Durchführung soll ein Festausschuss gebildet werden. Folgende Schützenbrüder wurden dazu gewählt:
Fritz Tölle, Franz Kersting jun., Heinz Mikus, Josef Breker, Jos. Hanneke, Heinr. Bannenberg Auch die Pfarrchronik hält in gebotener Kürze (wie auch andere Ereignis se) mit einem Satz die Fahnenweihe fest: 26. V., Pfingstmontag vor dem HA (= Hochamt) Fahnenweihe der neuen roten Fahne (mit St. Sebastian) der Schützenbruderschaft.
Die Jungschützenfahne:
Sie wurde im Jahr 1931 angeschafft und ist auf einer Seite in der Farbe Grün sowie Ocker auf der anderen gehalten.
In der Mitte, auf der in Grün gehaltenen Seite, ist ein Hirsch mit krältigem Geweih abgebildet. Er wird im dem Gründungsjahr der Jungschützen 1686 dem Anschaffungsjahr 1931 und dem Schriftzug "Jung-Schützengil de Pömbsen" eingerahmt.
In den vier Ecken ist jeweils eine Schießscheibe zu sehen. Auf der anderen Seite ist das Motiv einer Zielscheibe, auf der ein Adler trohnt und von zwei Gewehren durchkreuzt wird, abgebildet. Die Jungschützenfahne kam bei den Schützenfesten bis 1939, also nur acht Jahre, zur Repräsentation. Bedingt dadurch, dass sehr viele junge Männer des Ortes zur Wehrmacht eingezogen wurden, feierte man 1939, letztmalig vor dem 2. Weltkrieg, ein Schützenfest.
Nach der Wiederzulassung der Schützenbruderschaften durch die Besatzungsmächte und der Wiederbegründung im Jahr 1948 wurde die Jungschützenfahne zu den Schützenfesten wieder ausgetragen. Der "Zahn der Zeit" ging an ihr jedoch nicht spurlos vorüber. Sie war arg zerschunden und mehr als unansehnlich geworden. So wurde sie auf dem Schutzenfest im Jahr 1962 vorerst das letzte Mal getragen.
Auf Initiative des Schützenoberst Franz Vedder wurde sie 1980 aus ihrer "Verschollenheit" aufgespürt. Immense Restaurationskosten von etwa 900 DM bis 1.200 DM waren für die Instandsetzung erforderlich. Auf der Generalversammlung am 30.08.1980 konnte von einer spontanen Spendenbereitschaft in Höhe von ca. 600 DM für eine Restauration berichtet werden. Der Vorschlag, das fehlende Geld für die Instandsetzung durch den anschließenden Tanz- abend und weiteren Spenden zu gewährleisten, wird von der Versamm lung ohne Gegenstimme beschlossen.
Am Pfingstsonntag 1981 erhielt die Fahne beim Schützenfest eine Neu vorstellung mit Einsegnung. Alle Spender, die zur Restauration beigetra gen hatten, wurden auf der Jahreshauptversammlung in diesem Jahr namentlich erwähnt und mit viel Beilall bedacht. Im Jahr 1998 musste die Fahne erneut restauriert werden. Sie wurde Chri sti-Himmelfahrt während der hl. Messe neuerlich geweiht. Im Jahresbericht hierzu steht: "Bevor die Schützen die Himmelfahrtsprozession zum Klusberg begleiteten, kam es zu einem Festakt während der hl. Messe.
Im neuen Glanz erstrahlt nach erfolgter Restauration die Jungschützenfahne. Präses Pastor Röttger gab ihr den kirchlichen Segen."
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